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Detail-Interview mit Eugen - Campingaz & Coleman

Kohle, Gas oder beides?

Grillrost mit Grillgut auf Holzkohle und Gasflammen

Kohle, Gas oder beides? Wir haben nachgefragt


Für unsere Community ist er eine feste Größe: unser Eugen. Mit seinen Grilltipps bereichert er nicht nur unseren Newsletter, sondern sorgt auch für jede Menge Abwechslung auf dem Grillrost. Wir haben mit ihm über Unterschiede von Kohle- und Gasgrills, die Vor- und Nachteile der beiden Grillarten, den Do’s und Dont’s beim Grillen und seine persönlichen Grillvorlieben gesprochen.

Campingaz: Lieber Eugen, du bist ja ein echter Grill-Profi. Womit grillst du denn am liebsten?

Eugen: Ich persönlich grille sowohl auf Gas- als auch auf Kohlegrills. Wenn es schnell gehen muss, vor allem unter der Woche, nutze ich überwiegend meinen Gasgrill. Da bin ich einfach flexibler. Wenn ich mehr Zeit habe, grille ich aber auch auf dem klassischen Holzkohlegrill.

Campingaz: Das bringt uns direkt zum nächsten Punkt. Kannst du uns mehr über die größten Unterschiede und Vor- und Nachteile der beiden Grillarten erzählen?

Eugen: Prinzipiell ist der größte Unterschied die Befeuerungsart. Beim Kohlegrill benötigt man auch etwas mehr Equipment, wie beispielsweise Grillanzünder, einen Anzündkamin oder ein Feuerzeug. Da hat ein Gasgrill deutliche Vorteile: Hier reicht eine Gasflasche oder Gasflasche bzw. Gaskartusche, die mit einer Piezozündung gezündet wird – somit entfällt das Feuerzeug. Außerdem ist das Grillen mit Gas schneller: Die Hitze ist sofort verfügbar und ich kann direkt mit dem Grillgut auf den Grillrost. Beim Holzkohlegrill braucht es dagegen rund eine halbe Stunde, bis die Holzkohle die richtige Temperatur erreicht hat. Auch das Abkühlen nimmt mehr Zeit in Anspruch. Der Gasgrill hingegen kühlt nach dem Abschalten sehr schnell ab und die Temperatur lässt sich präzise mit den einzelnen Brennern steuern. Mobil sind beide Grillarten, da sie ohne Stromquelle auskommen. Allerdings sollte man beachten, dass auf vielen Campingplätzen oder in der freien Natur das Grillen mit Holzkohle – insbesondere in trockenen Sommermonaten – wegen der Funkenfluggefahr verboten sein kann. Dies ist beim Gasgrill aus Sicherheitsgründen nicht der Fall. Ein weiterer Pluspunkt für Gasgrills ist der Komfort bei der Reinigung: Gerade unterwegs gestalten sich Kohlegrills oft als unpraktisch zu reinigen. Gasgrills verfügen meist über eine mit Wasser gefüllte Fettauffangschale, die das Auffangen von herabtropfendem Fett erleichtert. Man kippt das Wasser einfach aus, wischt den Grillrost ab und verstaut den Gasgrill sauber und schnell. Geschmacklich scheiden sich die Geister: Persönlich finde ich, dass auf beiden Grillarten herrliche und aromatische Speisen entstehen können. Wer neu beim Grillen ist, profitiert beim Gasgrill von der einfach einzustellenden Temperaturregelung via getrennte Brenner. Beim Kohlegrill wird die Temperatur durch Luftzufuhr unten am Grill und durch den Deckel gesteuert, was anfangs etwas knifflig sein kann. Für alle, die Komfort eines Gasgrills mit einem rauchigeren Geschmack verbinden möchten, gibt es auch Smoker-Zubehör oder Holzplanken für das Grillgut, um die Rauchentwicklung zu steigern.

Campingaz: Was sollte ich beim Grillgut beachten – kann ich alles auf jeden Grill grillen?

Eugen: Ein klares Ja! Prinzipiell kann man nahezu jedes Grillgut auf Kohle- oder Gasgrill zubereiten. Einige Speisen, wie Pancakes oder Spiegeleier, braucht man mit besonderen Grillplatten oder Pfannen, die es für beide Grillarten gibt. Dank der leicht regelbaren Temperatur beim Gasgrill ist das Handling hier vielleicht etwas einfacher als beim Kohlegrill.



Gasgrill mit Zubehör und Grillflammen

Campingaz: Stichwort Zubehör: Was ist dein Lieblings-Zubehör beim Grillen und warum?

Eugen: Mein absolutes Lieblingszubehör ist der Pizzastein! Außerdem grille ich unglaublich gerne mit dem Wok und Planchaplatten. Damit kann man sehr kreativ sein und verschiedenste Gerichte zaubern. Ich nutze dazu auch das Campingaz Culinary Modular System: Die zentrale Einheit lässt sich einfach herausnehmen, sodass ich je nach Bedarf verschiedenes Zubehör einbauen kann. So verrutscht nichts und ich kann mit dem Hochleistungsbrenner ideal mit der Temperatur spielen und flexibel kochen.

Campingaz: Hast du einen Geheimtipp zum Thema Gasgrill für uns?

Eugen: Geheimtipp wohl eher nicht, aber sehr praktisch [lacht]. Ich bin total begeistert vom InstaClean Aqua System. Noch nie habe ich einen Grill so schnell und einfach reinigen können: Einfach Wasser einfüllen, nach dem Grillen das Wasser ablassen, gründlich ausspülen und fertig. Das spart Zeit, Mühe und den Einsatz von Reinigungsmitteln. So bleibt die Grillstation stets gepflegt und sofort einsatzbereit.

Campingaz: Was sind für dich die größten Do’s und Dont’s beim Grillen?

Eugen: Beim Thema Reinigung sollte man unbedingt auf Alufolie als Auslegefolie verzichten. Obwohl es verlockend ist, die Alufolie einfach auszuwechseln, kann sie bei hohen Temperaturen gesundheitsschädliche Stoffe abgeben. Zudem kann das heruntertropfende Fett auf der Folie leicht entzünden und zu massiven Flammen führen. Systeme mit einer Wasser gefüllten Fettauffangschale, wie bei vielen Gasgrills, sind da wesentlich sicherer und trotzdem leicht zu reinigen. Auch das Einwickeln von Grillgut in Alufolie ist für mich keine optimale Wahl – hier bevorzuge ich Backpapier oder spezielle Grillschalen.
Zu den Do’s: Ich empfehle immer, eine Ersatz-Gasflasche griffbereit zu haben. Bei Gasgrills ist außerdem ein regelmäßiger Sicherheitscheck wichtig: So prüfe ich bei jedem Flaschenwechsel den Schlauch auf Undichtigkeiten. Das geht schnell, verhindert Gefahren und sorgt für entspannten Grillgenuss.

Campingaz: Grillen ist gerade in Deutschland ein richtiger Volkssport. Was hat sich aus deiner Sicht in den letzten Jahren beim Grillen besonders stark verändert?

Eugen: Ich glaube, die Menschen sind experimentierfreudiger und kreativer geworden beim Grillen. Wo früher vor allem Würstchen und Nackensteaks auf den Grill kamen, probiert man heute viele neue Zutaten und vielfältige Grillgüter aus. So entsteht eine völlig neue Vielfalt auf dem Rost, von Gemüse über Fisch bis hin zu vegetarischen und veganen Alternativen.



Vielfältiges Grillgut auf Holzkohlegrill und Gemüse auf dem Rost

Campingaz: Was sind deiner Meinung nach die Trends beim Grillen für die kommenden Jahre?

Eugen: Auf jeden Fall vegetarisches und veganes Grillen. Das Bewusstsein für die Herkunft, Qualität und Haltungsform von Fleisch wächst enorm, auch bei mir. Grillen ist heute mehr als nur Nahrungszubereitung – es ist ein Genusserlebnis und ein sozialer Anlass. Oft bereitet man gemeinsam zu, schnippelt zusammen und genießt dann das Grillgut. Und der Grill ist längst keine Männerdomäne mehr – immer mehr Frauen entdecken die Leidenschaft fürs Grillen.


Grillmeister grillt in Outdoorküche mit Gasgrill und Holzkohlegrill

Campingaz: Wo und für wen grillst du denn am liebsten?

Eugen: Am liebsten grille ich in meiner Outdoorküche für und mit Familie und Freunden. Aber auch als Camper freue ich mich, den Grill immer dabei zu haben. Grillen geht einfach überall, egal ob im heimischen Garten, beim Camping oder auf dem Festival.

Vielen Dank, Eugen, für die spannenden Infos und Tipps. Wenn du noch den richtigen Grill suchst, schau auf jeden Fall in unserem Webshop vorbei. Und nicht vergessen: Der Trend geht zum Zweitgrill – für mehr Komfort und Vielfalt beim Grillen.


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